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Foto: Maja Neumann © Thüringer Tourismus GmbH

Aufgaben und Ziele der TTG

Eine GmbH für ein ganzes Land

Die Thüringer Tourismus GmbH (kurz TTG) ist eine Tochtergesellschaft des Freistaates Thüringen. Die Gesellschaft wurde 1996 mit dem Auftrag gegründet, die Thüringer Tourismuswirtschaft bei der Entwicklung touristischer Produkte zu unterstützen, touristische Produkte zu entwickeln und das touristische Marketing für den Freistaat im In- und Ausland durchzuführen.

Der Geschäftsauftrag und die Organisationsstruktur des Thüringer Tourismusmarketings

Der aktuelle Geschäftsauftrag der TTG unterliegt der Tourismusstrategie 2025 des Freistaates Thüringen, welche zugleich die Organisationsstruktur zur stärkeren Fokussierung der einzelnen Organisationsebenen beschreibt. Thüringen nutzt für das touristische Marketing das "Drei-Ebenen-Modell", welches sich in Aufgaben des Landes (TTG), der Regionen (DMOs) sowie der Orte aufgliedert.
Die den drei Ebenen zugeordneten Organisationen/Gesellschaften konzentrieren sich hierbei auf vorab in der Tourismusstrategie definierte Schwerpunktaufgaben, um Mittel für das Marketing zu bündeln und Synergien zu bilden. Durch die genaue Aufgabenverteilung wird zudem garantiert, dass jede Ebene die Aufgabe umsetzt, die sie am besten erfüllen kann. Als Grundlage dient dabei die "Customer Journey", welche den idealtypischen Weg des Gastes von der Inspiration bis hin zum Aufenthalt und zur Nachbereitung seiner "Thüringen-Reise" darstellt.

1. Der Aufgabenschwerpunkt der Landesebene (TTG):

Die Inspirationsphase

Die Thüringer Tourismus GmbH konzentriert sich im Marketing darauf, die Inspiration für einen Urlaub in Thüringen zu schaffen. Ihr konkreter Aufgabenbereich umfasst hierbei folgende Punkte:

1. Markenführung sowie Markensteuerung der Familienmarke Thüringen

 

Die TTG ist die touristische Strategieorganisation für das Land Thüringen. Anhand vorgegebener Markenregeln, welche auf die Familienmarke Thüringen einzahlen, ist sie für die touristische Markenführung und Markensteuerung verantwortlich.

Weitere Informationen:
↗ marke.thueringen-entdecken.de

2. Verantwortung für die touristischen Leitprodukte Thüringens

 

In Arbeitsteilung mit den relevanten (regionalen) Partnern ist die TTG für die touristischen Leitprodukte zuständig. Dazu zählen die Befähigung der Markenpartner sowie die strategische Steuerung der Entwicklung von Leitprodukten für die  Reisemotive.

Weitere Informationen:
↗ Leitprodukte im Tourismusnetzwerk 

3. Inspirierendes Marketing
in nationalen sowie internationalen Märkten

 

Die TTG ist für das inspirierende Markting sowie die Ansprache der in der Tourismusstrategie festgelegten Zielgruppen verantwortlich. Das inspirierende Marketing fokussiert dabei kein Produktmarketing. Dieses erfolgt durch die Regional-/ und Ortsebene.

Weitere Informationen:
↗ thueringen-entdecken.de

4. Digitalisierung

 

Die TTG ist für die Steuerung der digitalen Einheit im Rahmen der Tourismusstrategie verantwortlich, erkennt und zeigt neue Trends auf und entwickelt innovative sowie praxistaugliche digitale Lösungsansätze für Übernachtungsangebote sowie touristische Dienstleistungen wie Stadtführungen.

Weitere Informationen:
↗ buchen.thuecat.org

5. Content-Management 

 

Die TTG ist verantwortlich für die Koordination und Steuerung der Content-Struktur sowie die Bereitstellung der technischen Datenbanklösung "ThüCAT", um digitale Inhalte wie inspirierende Bilderwelten, Texte, Veranstaltungen u.v.m. zentral sowie nachhaltig zu organisieren.

Weitere Informationen:
↗ cms.thuecat.org

6. Marktforschung

 

Die TTG ist für die landesweite touristische Marktforschung verantwortlich, kauft dafür relevante Studien an oder beauftragt eigene Studien, wie die Gästebefragung 2023/2024. Mittels der Marktforschung werden u.a. die Ziele der Tourismusstrategie evaluiert.

Weitere Informationen:
↗ Marktforschung

7. Koordinierung der Ebenen

 

Die TTG fungiert im Rahmen des Umsetzungsmanagementes als Schnittstelle und Vermittler zwischen den Organisationen der Regionalebene und koordiniert die strategische Zusammenarbeit.

Weitere Informationen:
↗ Umsetzungsmanagement

8. Schulung der Akteure 

 

Die TTG ist wichtiger Partner bei der qualitativen Weiterentwicklung der Akteure. Der kontinuierliche Austausch und die Vernetzung ebendieser, z.B. durch das von der TTG betriebene digitale Tourismusnetzwerk stehen dabei im Fokus.

Weitere Informationen:
↗ thueringen.tourismusnetzwerk.info

9. Convention Bureau (Neu) 

 

Seit September 2023 ist die TTG für den Aufbau eines thüringenweiten Convention Bureaus verantwortlich und unterstützt nationale wie internationale Tagungs- & Kongressmanager, Agenturen sowie Veranstaltungsplaner

Weitere Informationen:
↗Convention Bureau Thüringen

Die Thüringer Tourismus GmbH konzentriert sich auf Landesebene somit auf die Markenführung und trägt die Verantwortung für die touristischen Leitprodukte. Sie ist zuständig für das nationale und internationale inspirative Marketing für das Reiseland Thüringen, befasst sich mit der Digitalisierung und stellt die digitale Tourismusdatenbank "ThüCat" zur Verfügung. Zudem betreibt sie überregionale Marktforschung, koordiniert die touristischen Ebenen, fungiert als Wissensvermittler auf diesen Ebenen und baut seit 2023 ein thüringenweites Convention Bureau auf.

2. Der Aufgabenschwerpunkt der Regionalebene (DMO):

Die Informationsphase

Damit inspirierte Nachfrager ihren Plan einer Thüringen-Reise konkretisieren können, benötigen sie passgenaue Produkte und verlässliche Informationen zu den Regionen und ihren attraktiven Angeboten. Entsprechend der aktuellen Struktur wird das Reiseland Thüringen in 11 DMOs (Destination Management Organisationen) gegliedert. Im Verantwortungsbereich der touristischen Regionen/DMOs (siehe Kartographie) liegen die sich anschließenden Aufgabenfelder:

Übersicht der Thüringer DMOs

1. Destinationsentwicklung

 

Die DMOs sind für die Entwicklung und Fortschreibung der regionalen Tourismusstrategien gemäß der Landestourismusstrategie sowie die Optimierung der Organisationsstruktur als auch der Marktforschung (Fokus Information und Buchung, ggf. Unterstützung der TTG) verantwortlich.

2. Erlebbarmachen der Marke

 

Die Regionalebene verantwortet die operative Organisation der Marke in der Fläche. Besonders wichtige Regionen im Rahmen der Landestourismusstrategie (vor allem mit Leitproduktverantwortlichkeit - Wartburg, Weimar, Erfurt, Rennsteig) können zudem eigene regionale (Produkt-)Marken führen und entwickeln. 

3. Produkte & Innenmarketing 

 

Die Regionalebene ist für die Entwicklung buchbarer Produkte gemäß Markenstrategie in Kooperation mit der Ortsebene (Moderatorenrolle) zuständig. Sie schließt dafür regionale bzw. überregionale Partnerschaften und kommuniziert auf unterschiedlichen Kanälen mit der Ortsebene.

4. Qualität

 

Die Regionalebene ist für das Qualitätsmanagement (bezogen auf die buchbaren Angebote der Ortsebene) sowie für die Durchführung von Zertifizierungen, Schulungen und Weiterbildungen der Leistungsträger auf der Ortsebene zuständig.

5. Infrastruktur 

 

Die DMOs sind für die Koordination der regionalen Infrastrukturentwicklung verantwortlich. Sie sind Initiator für Projekte im Sinne der Markenstrategie sowie ggf. Betreiber einer regionalen Tourist-Information, wenn diese nicht durch Ortsebene abgedeckt werden kann.

6. Außenmarketing 

 

Die Regionalebene ist in Abstimmung mit der TTG für informierendes Marketing gemäß der Markenstrategie, die regionale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Internetpräsenz, die sozialen Netzwerke, sowie die Herausgabe von informierenden Printprodukten verantwortlich.

7. Content-Management

 

Die DMOs wirken unterstützend im Rahmen des Content-Managements (Datenpflege "ThüCat") in Kooperation mit den Orten sowie Leistungsträgern, halten ein Servicetelefon vor und sind im Rahmen des Produktvertriebes für den Kontaktaufbau und die Kontaktpflege zu Reiseveranstaltern verantwortlich.

Im Unterschied zur Landesebene ist die Regionalebene somit für die konkrete Entwicklung der Destination bzw. touristischen Region verantwortlich. Dazu zählen das Erlebbarmachen der Marke in der Fläche sowie die Entwicklung buchbarer Produkte samt diesbezüglichem Qualitätsmanagement.

Die DMO gilt zudem als Koordinator der regionalen Infrastrukturentwicklung und ist neben dem Innenmarketing in Absprache mit der TTG für das informierende Außenmarketing sowie das Content-Management im Hinblick auf die Nutzung der digitalen Tourismusdatenbank "ThüCat" zuständig.

3. Der Aufgabenschwerpunkt der Ortsebene:

Das Vor-Ort-Erlebnis

Die lokalen Organisationen sind besonders nah am Gast und den Angeboten vor Ort, sodass sie mit ihren Aktivitäten die Aufenthaltsqualität steuern können. Zu diesen Organisationen gehören Stadtverwaltungen, Eigenbetriebe und/oder Tochtergesellschaften der Städte, welche beispielsweise das Tourismusmarketing und/oder den Betrieb von Tourist-Informationen übernehmen sowie touristische Dienstleistungen anbieten bzw. vermitteln. Ihr Aufgabenbereich umfasst entsprechend der Landestourismusstrategie die folgenden Schwerpunkte:

1. Gästebetreuung

 

Die Ortsebene ist für den Betrieb einer Tourist-Information (mit den Funktionen: Informations- und Beratungsstelle, Koordinierungsstelle, Kooperationsstelle) verantwortlich. 

2. Vor-Ort-Erlebnis

 

Die Ortsebene ist für die fachliche Beratung sowie die Begleitung der Tourismusorte und Leistungsträger (z. B. im Rahmen von Zertifizierungsprozessen) sowie für Gastgeberschulungen zurständig.

3. Infrastruktur 

 

Die Ortsebene trägt Verantwortung für die Qualität der Infrastruktur vor Ort (Wegenetze u. a.) und übernimmt die beratende Begleitung für die lokale Infrastrukturentwicklung.

4. Innenmarketing

 

Die Ortsebene ist verantwortlich für die breit gefächerte Kommunikation mit den Leistungsträgern. Sie schließt lokale Kooperationen, garantiert die Bereitstellung von Informationen (Internet), übernimmt die lokale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und ist zuständig für die Entwicklung buchbarer Produkte gemäß der Markenstrategie in Kooperation mit der zugehörigen DMO.

5. Strategieentwicklung

 

Die Ortsebene ist zuständig für die Entwicklung und Fortschreibung der lokalen Tourismusstrategie unter Einbeziehung der Landestourismusstrategie. Sie beteiligt sich an der Entwicklung übergeordneter Konzepte, ist in diversen Arbeitskreisen aktiv und unterstützt bei der Marktforschung (Fokus Vor-Ort-Erlebnis, ggf. Unterstützung der TTG und der DMO). 

6. Beiträge Außenmarketing

 

Die Ortsebene unterstützt Marketingaktivitäten der Regional- und Landesebene, beteiligt sich an bzw. unterstützt das Content-Management der TTG, Pflegt die Daten in Kooperation mit Regionen und Leistungsträgern, pflegt die eigene touristische Homepage (Fokus: Vor-Ort-Erlebnisse) und sorgt für die Buchbarkeit von Erlebnissen vor Ort. 

7. Reflexion durch alle Ebenen

 

Im Anschluss an den Thüringen-Aufenthalt Kontakt mit dem Gast zu halten, eventuelle Beschwerden zu bearbeiten und idealerweise für einen Wiederholungsbesuch zu begeistern, ist eine Aufgabe, die alle Organisationsebenen umsetzen sollen. Die Ortsebene hat den Zugriff auf die Leistungsträger und kann das Feedback entsprechend weiterleiten.

8. Buchungsphase

 

Die aktuellen Marktentwicklungen zeigen: Der Vertrieb von Reisen nach Thüringen wird verstärkt durch externe Mittler, insbesondere Online-Buchungsportale, abgewickelt, mit denen regionale oder gar lokale Anbieter nicht konkurrieren können. Für eine optimale Präsenz Thüringens ist ist es eine Aufgabe der Ortsebene, entsprechende Content bereitzustellen.

Die Aufgabenschwerpunkte der Ortsebene liegen demnach vornehmlich bei der Gästebetreuung sowie dem Vor-Ort-Erlebnis. Sie ist zudem für die touristische Infrastruktur vor Ort, die lokale Strategieentwicklung sowie die Kommunikation mit den Leistungsträgern (Innenmarketing) samt Buchungs- und Feedbackphase verantwortlich. Abschließend unterstützt die Ortsebene zudem die Marketingaktivitäten der Regional- und Landesebene (Beiträge Außenmarketing).

Es ist davon auszugehen, dass es zwischen den einzelnen Phasen der Customer Journey und den entsprechenden Aufgaben Übergänge gibt, die nicht in allen Fällen trennscharf sein können. Entscheidend ist jedoch, dass die jeweiligen Organisationen die für sie festgelegten Schwerpunktaufgaben bestmöglich wahrnehmen. Für grenzüberschreitende Regionen sollen im Bedarfsfall individuell angepasste Lösungen gefunden werden.